„Spread the love“ – so wirst du zum Sinnfluencer

Alles neu macht der Mai! Nach langen Wintermonaten lädt uns der „Wonnemonat“ zu neuen Challenges und großen und kleinen Veränderungen ein. Wie wäre es mit einem neuen Leben als Sinnfluencer?

Influencer vs. Sinnfluencer

Der Name verrät es bereits: Sinnfluencer sind Influencer, die einen Sinn schaffen. Auch sie nutzen ihre Reichweite, um auf Themen aufmerksam zu machen. Dabei kehren sie der „perfekten Instawelt“ aber den Rücken zu und setzen stattdessen auf Authentizität. Sinnfluencer nutzen ihre Reichweite, um auf wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, aber auch Politik und Gesellschaft, aufmerksam zu machen.

Was sind typische Themen als Sinnfluencer?

Zu den großen Themen als Sinnfluencer gehört Nachhaltigkeit! Daher werden sie auch häufig als „Greenfluencer“ bezeichnet. Sie setzen ihre Plattform für grüne Alltagsthemen ein wie zum Beispiel:

 

  • Zero Waste bzw. Müllvermeidung
  • Gelebtes Upcycling
  • Aufklärung über Fast Fashion
  • Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung
  • Aufmerksamkeit für regionale und saisonale Küche

Auch Influencer, die sich für andere wichtige Themen wie zum Beispiel Feminismus und andere soziale oder politische Themen einsetzen, werden Sinnfluencer genannt. Das Thema ist hierbei nicht entscheidend, sondern dass sich glaubwürdig für etwas Gutes eingesetzt wird. Deshalb wählen Sinnfluencer ihre Kooperationspartner sorgfältig aus und achten darauf, dass sie zu ihrem Lebensstil und ihren Werten passen.

Mai challenge: Spread the love

Wir finden, deine Stimme zählt! Auch ohne große Reichweite, kannst du zum Sinnfluencer werden und etwas verändern. Egal, ob es Nachhaltigkeit, Achtsamkeit oder dein Glauben ist: Sprich mit deinem Umfeld über die Themen, die dir wichtig sind, und die du verändern möchtest. Indem du mit gutem Beispiel und ohne erhobenen Zeigefinger woran gehst, nutzt du deine neue Reichweite als Sinnfluencer am besten.

Hast du Lust auf Neues im Mai? Dann warte nicht länger, spread the love!

Braucht man heutzutage noch Teamwork?

Im Jahr 2024 verschwimmen die Grenzen zwischen physischen und virtuellen Realitäten zunehmend. Gleichzeitig durchdringt ein neues Phänomen unseren (Arbeits-)Alltag: Die künstliche Intelligenz. Es stellt sich die Frage: Brauchen wir heutzutage überhaupt noch Teamwork?

Angesichts der schier endlosen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung und Zugängen zu Wissen und Ressourcen im Internet erscheint die Zusammenarbeit mit anderen Menschen vielen eher müßig als sinnvoll. Doch Teamwork ist mehr als nur eine praktische Notwendigkeit in der Arbeitswelt – es ist ein grundlegender Bestandteil des menschlichen Miteinanders, der weit über die Bürowände hinausreicht.

Gutes Teamwork erfordert Engagement, Kompromissbereitschaft und Empathie. Es bedeutet, dass alle Mitglieder bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen, zu ermutigen und auch konstruktive Kritik anzunehmen. Es erfordert die Fähigkeit, sich auf die gemeinsamen Ziele zu konzentrieren und persönliche Eitelkeiten beiseitezulegen. Kurz gesagt, gutes Teamwork bedeutet, als Einheit zu agieren, auch wenn die individuellen Beiträge vielfältig sind. In einer zunehmend digitalisierten Welt hat sich die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, zweifellos verändert. Virtuelle Teams, die über verschiedene Zeitzonen und Kontinente hinweg arbeiten, sind heute schon fast normal.

Die Nutzung von Tools und Plattformen zur Zusammenarbeit in Echtzeit hat uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet, effizienter und effektiver zu arbeiten. Wir können jetzt viel einfacher und schneller zusammenarbeiten, auch wenn wir uns nicht am gleichen Ort befinden. Dennoch bleibt die Essenz von Teamwork unverändert. Die Herausforderung besteht darin, die menschlichen Elemente auch in einer digitalen Welt aufrechtzuerhalten.

Ein gutes Team besteht aber nicht nur aus Arbeitskolleg*innen. Ein Team braucht es auch
“etagenübergreifend”, zwischen Chef*innen und Mitarbeitenden, im privaten zwischen
Familienmitgliedern oder innerhalb von Sportgruppen und auch zwischen Gläubigen. Wie bereits oben erwähnt, erfordert Teamwork Engagement, Kompromissbereitschaft und Empathie. Drei Dinge, die auch im Glauben unerlässlich sind. In der christlichen Gemeinschaft spielt Teamwork eine entscheidende Rolle, sei es zwischen Kirchenmitgliedern, innerhalb von Gemeinden oder sogar zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen.

Wie in jedem guten Team ist auch hier Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen unerlässlich. Die Bibel lehrt uns, dass wir als Gläubige dazu berufen sind, einander zu unterstützen und zu ermutigen. Der Alltag allerdings zeigt uns, dass diese Aufgabe nicht leicht ist und das Ausleben des Glaubens häufig eher zu Abschottung voneinander führt, als zur Zusammenarbeit.

Ich wünsche mir, dass gläubige Menschen die Werte ihrer Religionen zugunsten anderer Menschen auslegen und nicht gegen sie. Im Endeffekt sind wir alle Teil eines größeren Teams, das den Auftrag hat, Gottes Liebe und Barmherzigkeit in die Welt zu tragen. Indem wir zusammenarbeiten, können wir viel mehr erreichen, als wenn wir allein handeln würden.

Denn am Ende des Tages gilt auch im Glauben: Teamwork makes the dream work.

Gott liebt mich – Also liebe ich mich selbst?

Als Gesellschaft haben wir bereits viele verschiedene Phasen der Selbstbilder gemeinsam durchlebt. Selbstkritik, eventuell sogar Selbsthass, Selbstoptimierung, Selbstliebe, Kritik an fehlender Selbstliebe und so weiter. Die eine Sache, die uns gesamtgesellschaftlich noch fehlt, ist Selbstakzeptanz.

Akzeptieren, dass wir sind wie wir sind und aussehen wie wir aussehen, aber eben auch akzeptieren, dass wir uns vielleicht nicht lieben und nicht in den Spiegel schauen und begeistert sind. Aber heute soll es um etwas anderes gehen, nämlich um die Thematisierung von Körper- und Selbstbildern im christlichen Glauben. Die Bibel thematisiert den Körper auf vielfältige Weise und betont dabei vor allem, wie Gott uns durch seine Worte dazu ermutigt, unseren Körper zu schätzen und zu respektieren.

Ein Beispiel hierfür finden wir in Psalm 139,13-15, wo es heißt: „Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.” Diese Worte erinnern uns daran, dass unser Körper ein Geschenk Gottes ist, kunstvoll und wunderbar gemacht.

In Römer 12,4-5 lesen wir: „Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne, aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.“, was der Betrachtung und Bewertung des Körpers eine metaphorische Ebene zuspricht.

Und im 1. Korinther 12,25 heißt es: „Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringsten Glied mehr Ehre zukommen ließ, damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen.“. Diese Verse zeigen uns, dass wir als Christ*innen dazu berufen sind, unseren Körper zu pflegen und für ihn zu sorgen, ebenso wie für unsere Mitmenschen. Doch was ist, wenn wir uns selbst nicht lieben können? Bedeutet das, dass wir schlechte Christ*innen sind? Für die Beantwortung dieser Frage ist es wichtig zu verstehen, dass Selbstliebe kein Zeichen von Egoismus ist, sondern vielmehr ein Ausdruck von Dankbarkeit für die Schöpfung Gottes, zu der auch unser Körper gehört. Wir müssen uns nicht besonders schön oder attraktiv finden, sondern eher dankbar für die Funktionen unseres Körpers sein. Indem wir uns mit den Worten Gottes beschäftigen, können wir ein tieferes Verständnis für seine Liebe zu uns und zu unserem Körper entwickeln. Anstatt uns auf unsere vermeintlichen Mängel zu konzentrieren, sollten wir uns bewusst machen, wofür wir dankbar sind. Jeder Körper ist einzigartig und von Gott geschaffen.

Abschließend stellt sich trotzdem noch die Frage nach dem Unterschied zwischen einem gesunden Körperbild und der „Body Positivity“-Bewegung. Denn wenn wir unseren Körper akzeptieren, übernehmen wir auch Verantwortung für ihn und seine Gesundheit. Während ein gesundes Körperbild darauf abzielt, unseren Körper als Geschenk Gottes anzusehen und ihn zu pflegen, kann „Body Positivity“ dazu neigen, jedes Körperbild zu feiern, unabhängig von seinem Gesundheitszustand. Es ist wichtig, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl Selbstakzeptanz als auch Motivation zur Verbesserung unserer Gesundheit fördert.

Wie bei vielen weiteren großen Themen innerhalb des Glaubens gibt es auch hier kein schwarz oder weiß. Die Reise zur Selbstakzeptanz mag mitunter beschwerlich sein und wir dürfen uns nicht dafür verurteilen, wenn es uns manchmal nicht so leicht fällt, Dankbarkeit für das Geschenk zu empfinden, welches uns mit dem Leben und unseren Körpern gemacht wurde.