Depressionen in der Bibel

Die Heilige Schrift zeigt Verständnis und macht Mut.

Depressionen oder psychische Erkrankungen im Allgemeinen sind ein schwieriges Thema, um darüber zu schreiben. Wir wissen, dass sie existieren. Wir wissen, dass sie furchtbar sind und vielen Menschen Leid bringen. Aber viel zu oft wissen wir nicht, was wir dazu sagen können, sollen oder dürfen. Gerade nicht selbst-betroffene fühlen sich oft unwohl, wenn es um psychische Erkrankungen geht.

Die Fragen, die sich Gläubige dazu stellen, lauten: Was sagt denn die Bibel dazu? Gibt es Depressionen in der Bibel? Und können die Bibel und der Glaube den Betroffenen vielleicht sogar helfen?

Diesen Fragen versuchen wir heute auf den Grund zu gehen. Dazu muss natürlich gesagt werden: Das ist ein sensibles Thema und es gibt auf viele Fragen diesbezüglich keine klare Antwort, vor allem nicht in aller Kürze. Aber ein paar Dinge klären sich vielleicht mit einem etwas näheren Blick auf das Thema psychische Erkrankungen in der Bibel.

Gibt es Depressionen in der Bibel?

Ja und Nein. Natürlich werden die Symptome, die beschrieben werden, nicht direkt Depression genannt. Die Grundlagen des heutigen Verständnisses der Depression wurden ohnehin erst Ende des 19. Jahrhunderts von dem Psychiater und Gründer des jetzigen Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, Emil Kraepelin, geschaffen. Aber es gibt in der Bibel einige Personen, die aus heutiger Sicht vielleicht unter Depressionen litten. Jeremia klagt über sein Leiden, den Druck und die Zerrissenheit (Jer 20,7–9), Elija äußert sogar Suizidgedanken (1 Kön 19,4). Auch Hiob suchen schlimme Gedanken heim, als er sich wünscht, er wäre eine Totgeburt gewesen (Hi 3,11). Mose empfand die Last, die Gott ihm auferlegt hatte, als zu groß (4 Mo 11,14–15), Hanna war eine betrübte Frau von schwerem Gemüt (1 Sam 1,10.15) und König Saul ist wohl der bekannteste Depressive der Bibel, der nach seiner
Verwerfung als König in tiefe Trauer verfällt (1 Sam). Themen und Fragen, die heute depressive Menschen beschäftigen, werden also auch in der Bibel thematisiert.

Wie gehen die Personen in der Bibel mit Depressionen um?

Im Grunde genommen gibt es für psychische Erkrankungen in der Bibel nur einen Lösungsansatz:
Durch Buße, genauer gesagt das Sich-Abwenden von der Sünde und Glauben an Jesus, also das Sich-Zuwenden zu Gott, werden die Betroffenen gerettet. Laut der Bibel werden jene, die gerettet werden, zu Gottes Kindern und dadurch von der Macht der Finsternis befreit und in das Reich des Herrn Jesus Christus geleitet (Kol 1, 13).

Wie kann der Glaube Betroffenen helfen?

Natürlich ist diese “Lösung” aus heutiger Sicht nicht ausreichend. Durch Glauben allein können psychische Krankheiten nicht geheilt werden, aber er kann helfen. In der Bibel wird es so beschrieben: Gott gibt uns Kraft, indem er uns zuhört: Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft gibt. (Philipper 4:13). Gott ist immer da. Auch in unseren dunkelsten Stunden. Wir können uns immer an ihn wenden, wie an einen guten Freund und ihm alle unsere Sorgen mitteilen. Außerdem schenkt die Bibel uns Hoffnung. Hoffnung auf ein besseres Leben, auf eine bessere Welt. So heißt es beispielsweise in Jesaja 65:17: Denn seht, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue
Erde. Und an das, was früher war, wird man sich nicht mehr erinnern, noch wird es im Herzen hochkommen.

Also, Ja, es kann uns helfen, die Bibel zu lesen, wenn es uns nicht gut geht. Tatsächlich wird aber in der Bibel auch klar, dass bei Krankheiten auf lange Sicht nur medizinische Hilfe eine Lösung ist: Jesus hörte das und sagte zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. (Markus 2:17).

Wenn ihr mit Symptomen psychischer Erkrankungen zu kämpfen habt, findet ihr hier professionelle Hilfe:  Infos und Hilfe bei Depression – Stiftung Deutsche Depressionshilfe (deutsche-depressionshilfe.de)

Zeugnisse, die uns beeindrucken

Was bedeuten christliche Werte für unsere Gesellschaft, unser Miteinander und welche Auswirkungen haben sie auf unser Denken und Tun? Diesen und weiteren Fragen geht der YouTube-Kanal VRK Hier inzwischen seit 2 Jahren auf den Grund. Der Kanal soll hervorheben, wo und wie diese Werte gelebt werden können und Menschen vorstellen, die genau das tun.

Darüber hinaus wird erklärt, warum ein Leben nach christlichen Werten auch erfordert, über den Tellerrand zu
blicken, auf unsere Mitmenschen zu achten und unseren Planeten zu schützen. Wir haben drei unglaublich beeindruckende Zeugnisse herausgesucht, die in den letzten 2 Jahren auf dem Kanal thematisiert wurden. Für mehr solch bewegender Videos schaut gerne auf YouTube auf unserem Kanal „Hier“ vorbei.

Katrin Meinike

Glaube spielt in vielen Lebensbereichen eine Rolle, auch im Sport. Katrin Meinike hat bereits mit 11 Jahren mit dem Rudersport auf dem Neckar in Heilbronn begonnen. Das Rudern wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, da auch ihr Vater schon gerudert ist. Mit 13 Jahren hat sie an ihrer ersten Regatta teilgenommen und die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach dem Abi entschied sich Katrin, nach Dortmund ans Ruder-Leistungszentrum zu gehen, wohin sie der damalige Bundestrainer eingeladen hatte.

Nebenbei studierte Katrin BWL, doch der Rudersport stand immer im Fokus. Ihren Erfolgs-Höhepunkt im Sport hatte Katrin, als sie als Jüngste im Team 2008 mit nach Peking fliegen durfte und dort im 8er für Deutschland antrat. Erste wenige Wochen zuvor hatte der Bundestrainer sie im Trainingslager einer anderen Ruderin vorgezogen und ihr so die Möglichkeit gegeben, bei Olympia dabei zu sein. Nach den Erfolgen treten im Leistungssport aber auch immer wieder Niederlagen und Krisen auf. 2012 hatte Katrin ihre persönlich schlimmste Lebenskrise, nachdem sie trotz hartem Training und vielen privaten Einbußen dennoch nicht erneut zu Olympia nach London mitreisen durfte.

Sie konnte sich nicht qualifizieren und fiel in ein Loch, das auch zu einer kurzweiligen Glaubenskrise führte. Aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus, hatte Katrin sich ganz bewusst und früh für ihren Glauben entschieden. Der Glaube stärkte sie im Sport und andersherum. Ihr Motto war stets, das Beste für Gott zu geben und so betete sie auch vor und während Wettkämpfen. Ihre Gabe, im Rudersport so erfolgreich sein zu können, empfindet sie als Geschenk Gottes. Genauso wie die Chance, mit nach Peking zu fliegen, ein Geschenk war. So versucht Katrin Gott zu Ehren immer ihr Bestes im Sport und im Leben zu geben.

Mehr über Katrins Beziehung zu Gott gibt es auf YouTube findet ihr hier.

Sara Langhirt

Bereits in jungen Jahren kämpfte Sara Langhirt mit sich selbst und ihrem Äußeren. Sie wird in der Schule wegen ihrer Zähne gehänselt und verschließt sich immer mehr. Mit 13 Jahren beginnt zu „Kiffen“, um dem Leiden zu entfliehen, sich abzulenken. Ihre Unzufriedenheit steigert sich noch nach der Geburt ihrer ersten Tochter im Alter von 18 Jahren. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter zwei Jahre später meldet sie sich frustriert schließlich bei einer „Make-Over“-TV-Show an.

Das TV-Format, das Sara regelmäßig schaut, suggeriert ihr, dass alle Probleme der Teilnehmenden nach
ein paar Schönheitsoperationen wie von selbst verschwinden. Sara hatte die Hoffnung, glücklich zu werden, wenn erst ihre Zähne gerichtet, die Nase begradigt und die Brüste operiert sind. Aber Sara musste schmerzlich feststellen, dass sich ihr Äußeres nach der TV-Show zwar völlig verändert hat, aber sie im Inneren immer noch dieselbe Sara mit denselben Problemen ist.

In ihrem Schmerz greift sie zu härteren Drogen und versinkt in schweren Depressionen. Sie fühlt sich der Verantwortung für ihre inzwischen drei Töchter nicht gewachsen. So nähert sie sich sowohl körperlich als auch psychisch einem immer tieferen Abgrund. Nierenversagen und suizidale Gedanken begleiteten Sara, bis ein Bekannter sie zu Jesus führt: „Jesus ändert nicht deine Situation, er ändert dich in der Situation.“

Sara vertraut sich Jesus an und öffnet sich für eine Veränderung von innen heraus. Sie findet zu Gott und zu sich selbst und lebt inzwischen glücklich mit ihren mittlerweile vier Kindern in Gröbenzell.

Ihre ganze Geschichte findet ihr hier.

Timo Blessing

Timo Blessing versteht sich als Teil der königlichen Priesterschaft. Das heißt, er fühlt sich berufen, den Glauben an junge Menschen weiterzugeben und dafür hat er eine besondere Möglichkeit gefunden: ein eigenes Modelabel – Royal Priesthood Studios. Timo fand erst 2016 zum Glauben. Nach einer schweren Depression und dem plötzlichen Tod eines guten Freundes gab ihm ein Pfarrer neuen Lebensmut und die Kraft weiterzumachen.

Timo bekam von ihm ein Gefühl des Grundvertrauens und wurde in den Gebeten des Pfarrers aufgenommen. In diesem Momenten fühlte er starke Hoffnung, Wärme und Frieden. Es war seine eigene, kleine Erleuchtung. Seither engagiert er sich in der freikirchlichen Petrusgemeinde Kelsterbach. Zusammen mit seinem Team verkauft Timo bei Royal Priesthood selbst gestaltete T-Shirts mit Gottes Botschaften wie „changing the world“, “all to his glory“ oder „high in heaven“.

Auf die Idee kam er, weil sich junge Menschen immer noch vor allem durch ihre Kleidung ausdrücken und definieren. So möchte er in den direkten Dialog treten und hofft , dass sich die Menschen untereinander über den
Glauben und die gedruckten Botschaften unterhalten. Bei seiner Kleidung war ihm außerdem wichtig, dass die T-Shirts qualitativ hochwertig sind und sowohl nachhaltig als auch fair und biologisch produziert werden. Die T-Shirts sind deswegen aus Biobaumwolle und für die Produktion wird nur Ökostrom verwendet. Um keine unnötigen Mengen zu produzieren, wird außerdem erst nach Bestellung produziert.

Mehr dazu gibt es hier.

Das sind nur drei von vielen Zeugnissen und anderen interessanten, spannenden und bewegenden Videos auf dem VRK Hier YouTube Kanal. Unsere Moderatorinnen Jana & Debbie versorgen euch dort immer Mittwochs mit Interviews, Reportagen und Talks rund um die Themen Glauben, Nachhaltigkeit und soziales Miteinander.

Viel Spaß beim Videos schauen!

Der Knigge für Unverpackt-Läden

Wer sich für ein nachhaltiges Leben interessiert, stößt früher oder später auf Unverpacktläden. Inzwischen gibt es in jeder größeren Stadt mindestens einen von ihnen, deutschlandweit sind es im Jahr 2022 ungefähr 250 bis 300 Stück. Aber die Hemmschwelle, in Unverpackt-Läden einkaufen zu gehen, besteht weiterhin. Vielleicht, weil es uns aus der Komfortzone bringt. Nachhaltig einzukaufen funktioniert nunmal ein bisschen anders, als zu
Rewe oder Aldi zu gehen. Es ist allerdings durchaus einen Versuch wert – deshalb klären wir heute 5 Fragen über
Unverpackt-Läden!

1. Wie finde ich einen Unverpackt-Laden in meiner Nähe?
Es gibt zahlreiche Auflistungen im Internet, unter anderem diese hier: https://unverpackt-verband.de/map  Grundsätzlich kann man es aufgrund der Fülle an Läden aber auch einfach mal in der nächstgelegenen großen Stadt versuchen und “Unverpackt-Laden” bei Google Maps eingeben.

2. Was muss ich mitbringen?
Eins muss vorab gesagt werden: Es gibt kein einheitliches Konzept für Unverpackt-Läden. Jeder Laden ist individuell, genau wie die Regeln und das Angebot. Allerdings kann man nichts damit falsch machen, einige Gefäße mitzubringen. Für Getreide, Hülsenfrüchte oder Gewürze eignen sich Glasgefäße, für frische Produkte
Tupperdosen und für Flüssigkeiten kleine und größere Flaschen. Es gibt in den meisten Unverpackt-Läden aber auch Gefäße zu kaufen oder als Leihgabe. Ansonsten tut man sich einen Gefallen, in dem man eine genaue Einkaufsliste schreibt, also mit Mengenangaben. Wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat,
kann es mitunter kniffelig sein, die richtigen Mengen einzuschätzen, die man für bestimmte Gerichte braucht.

3. Was kann ich kaufen?
Das Sortiment in Unverpackt-Läden ist natürlich auch immer unterschiedlich und vor allem unterscheidet es sich auch in einigen Punkten von Supermärkten. Was man erwarten kann sind Müsli & Cerealien, Getreideprodukte, Pseudogetreide (z.B. Quinoa), Nüsse, Hülsenfrüchte, Reis, Essig & Öle, Nudeln, Backzutaten, Kaffee, Trockenfrüchte, Gewürze & Tee, Süßigkeiten, Brotaufstriche, in den meisten Fällen noch Haushalts- und Hygieneartikel und manchmal gibt es sogar eine Frische-Theke. Gerade Milch (oder pflanzliche Alternativen), Joghurt, Käse, Säfte und andere Getränke eignen sich gut für Unverpackt-Läden. Bei vielen Läden lässt sich online eine Sortiments-Liste einsehen, so dass man sich vor dem Einkauf schonmal darauf einstellen kann, was man alles bekommt.

4. Wie sieht es mit der Hygiene aus?
Das jeweilige Hygienekonzept lässt sich schnell beim Verkaufspersonal erfragen. Häufig werden Handdesinfektionsspender und Einmalhandschuhe angeboten. Beim Befüllen der Gefäße sollten auf jeden Fall die angebotenen Zangen oder Schaufeln benutzt werden. Oft ist ein Anfassen der Ware an den Abfüllstationen der Unverpackt-Läden auch gar nicht erst möglich. Man muss sich also keine Sorgen um die Hygiene in Bezug auf die Lebensmittel machen. Dadurch gibt es aber natürlich auch Lebensmittel, die für den Verkauf in Unverpackt-Läden einfach nicht geeignet sind.

5. Sind Unverpackt-Läden teurer als Supermärkte?
Eine Sache lässt sich leider auch im Jahr 2022 nicht abstreiten: Wer komplett nachhaltig und plastikfrei leben will, muss finanziell mindestens sicher im Leben stehen. Allerdings kann man nicht pauschal sagen, dass alles in Unverpackt-Läden teurer ist, als im Supermarkt. Gerade wer sonst häufig zu Markenprodukten greift, wird vermutlich keinen großen Unterschied in seinen Ausgaben feststellen. Außerdem gibt es einige Dinge zu beachten, die den Preisunterschied schmälern: Im Unverpackt-Laden ist es – anders als im normalen Supermarkt – möglich, kleinere Mengen zu kaufen. Man muss nicht gleich die 500g-Packung Quinoa für fast 4 Euro nehmen, sondern kann sich auch erstmal nur 50g zum Probieren abfüllen und hat, wenn es doch mal nicht schmeckt, nicht unnötig Geld ausgegeben für Lebensmittel, die niemand essen mag. Desweiteren gibt es zwar die nachhaltige Frischhaltefolie für saftige 15 Euro im Unverpackt-Laden, diese hält aber deutlich länger als die Einweg-Frischhaltefolie für 2 Euro aus dem Supermarkt. Auch da fällt ein Vergleich also schwer.

Eins ist klar: Unverpackt-Läden sind eine super Sache. Mit der richtigen Vorbereitung, etwas Zeit und einem gesunden Gleichgewicht zwischen herkömmlichen Produkten und nachhaltigen Alternativen lässt sich schon sehr viel bewegen. Einen oder zwei Versuche sind sie auf jeden Fall wert! Für weitere Einblicke haben wir euch hier ein Video verlinkt, in welchem unsere Moderatorin Jana einen Unverpackt-Laden in Köln besucht:
https://www.youtube.com/watch?v=usGk8jd_tuo – Schaut doch mal vorbei!

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp aus der Redaktion: Es gibt schon lange eine
nachhaltige Alternative zum Supermarkt in jeder Stadt, die man unverbindlich ausprobieren
kann: Den Wochenmarkt.