Willkommen…Neuanfang

Ihr Lieben,

kennt Ihr noch die Serie „Willkommen im Leben“?? Die, in der Claire Danes über 19 Folgen darauf wartet, dass Jared Leto ihre heimliche Liebe endlich erwidert und dabei alle Höhen und Tiefen des Lebens durchmacht?! Ja, was soll ich sagen?! Ab heute erwartet Euch hier leider nicht der niedliche Jordan Catalano, aber ich, Lina, die als Lilia Wolke bloggt und seit vier Jahren in Berlin lebt und liebt. Vor einigen Jahren gab mir mein Leben Zitronen, und ich musste lernen, daraus Limonade zu machen (natürlich die gesunde Version mit braunem Zucker!). Und heute verrate ich Dir mein persönliches Rezept: Ein Umzug nach Berlin, ein großer Schuss Kreativität, ein paar Tropfen Verrücktsein, und eine großzügige Prise salzige Tränen. Als ich mein Rezept endlich gefunden hatte, tischte ich es jedem auf, der zu Besuch kam und musste mit der Zeit merken, dass jeder seine Limonade anders mag: Der eine liebt sie sauer, der andere süßer, und wiederum der nächste mag sie gar nicht selber machen und trinkt sie lieber bei anderen. Aber egal, wie unterschiedlich die Sorten auch sein mögen, sie werden durch diese eine Grundzutat erst so richtig schmackhaft: Der Magie des Neuanfangs! Magie, die aus Deinem Mut wächst, endlich mit den Dingen aufzuhören, die Dir nicht gut tun. Magie, die der Weisheit in Dir entspringt, die guten von den falschen Dingen zu unterscheiden. Und manchmal wirst du Menschen begegnen, die Dir Deinen Neuanfang ausreden möchten, weil sie zu sehr Angst vor Veränderungen haben oder selber vielleicht nicht mehr wachsen möchten. Aber am Ende macht auch das die Magie des Neuanfangs aus, dass Du Deine Intuition über die Meinung anderer stellst. Dass Du auf Dein Herz hörst, das Neuanfänge braucht, um lebendig zu bleiben. Und vielleicht dauert es eine gewisse Zeit, bis Du Dein eigenes Lieblingsrezept gefunden hast, aber verlier nie den Mut zu experimentieren. Irgendwann verrät Dir Dein Herz die richtige Mischung, und Du verstehst:   Leben ist der Mut, neu anzufangen! Deine L*

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Leben ist hören

Ihr Lieben,

es heißt: „Wer nicht hören will, muss fühlen” – ganz so, als wäre fühlen eine Strafe. Und früher stimmte das sogar vielleicht. Wenn wir als Kinder die mahnende Stimme unserer Eltern ignorierten und die Herdplatte trotzdem anfassten, dann fühlten wir ihn: Den Schmerz derer, die nicht zuhören können.

Die Schönheit von Geräuschen

Heute, als Erwachsene, fühlen Menschen, die nie zuhören, keinen Schmerz mehr – viel schlimmer noch: Sie fühlen Leere. Denn jeden Tag entgehen ihnen die wahren Schätze des Alltags: Musik und Melodien, die im Herzen Wellen schlagen, aufmunternder Gesang der Vögel, beruhigendes Rauschen alter Bäume, vertraute Stimmen der Menschen, die wir lieben.

All diese Geräusche kommen aus ganz unterschiedlichen Welten, teilen sich aber ein und dasselbe Geheimnis: Sie entfalten ihren Zauber erst dann, wenn wir uns wirklich darauf einlassen.

An manchen Tagen gelingt mir das leicht, denn da wache ich mit einem Lächeln im Herzen auf. An anderen Tagen überhöre ich die Schönheit von Geräuschen einfach. Fühle mich überrollt von meiner Stadt, hupenden Autos, nie enden wollenden Berliner Baustellen, dem unaufhörlichen Klingeln meines Handys, das mir mit jedem Geräusch sagt: Du musst immer erreichbar sein.

An solchen Tagen versuche ich all die Laute auszublenden und stattdessen die Stimme in mir zu hören. Dann ziehe ich mich zurück in die Natur und lasse mich ein auf ihr Lieblings-Geräusch: Stille.

Langsam fließt sie in mein gestresstes Herz und füllt es auf mit Zufriedenheit. Und irgendwann bin ich dann wieder soweit, in meine kleinen Alltagskämpfe zurückzukehren.


Wer hören will, muss fühlen

Ich schalte mein Handy von Flugmodus auf Funktioniermodus und rufe als erstes bei meiner Freundin an. Eine Stimme, die wir alle manchmal hören müssen, weil sie nichts sagt und einfach nur zuhört. So richtig zuhört. Mit Herz und Verstand.

Gehört werden ist ein Raum, indem wir sein können, wer wir möchten, sagen können, was wir fühlen, entdecken können, wo wir hinwollen. Und während deine Stimme in diesem Raum noch nachhallt, begreifst du: Als Erwachsener, kannst du das „nicht” streichen. Heute heißt es: „Wer hören will, muss fühlen.”

Fühlen, was dein Herz sagt, fühlen, was die Herzen deiner Lieben sagen, fühlen, was die Zeichen des Lebens sagen. Nur dann entstehen die Melodien, in denen du hören kannst, wer du wirklich bist.

Denn Leben ist hören. Hören auf dein Herz.

Deine L*

Ich werde immer hören – Was Dein Herz zu meinem sagt – Vor tausend Engels-Chören – Hab ich dich gefragt.