Braucht man heutzutage noch Teamwork?

Im Jahr 2024 verschwimmen die Grenzen zwischen physischen und virtuellen Realitäten zunehmend. Gleichzeitig durchdringt ein neues Phänomen unseren (Arbeits-)Alltag: Die künstliche Intelligenz. Es stellt sich die Frage: Brauchen wir heutzutage überhaupt noch Teamwork?

Angesichts der schier endlosen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung und Zugängen zu Wissen und Ressourcen im Internet erscheint die Zusammenarbeit mit anderen Menschen vielen eher müßig als sinnvoll. Doch Teamwork ist mehr als nur eine praktische Notwendigkeit in der Arbeitswelt – es ist ein grundlegender Bestandteil des menschlichen Miteinanders, der weit über die Bürowände hinausreicht.

Gutes Teamwork erfordert Engagement, Kompromissbereitschaft und Empathie. Es bedeutet, dass alle Mitglieder bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen, zu ermutigen und auch konstruktive Kritik anzunehmen. Es erfordert die Fähigkeit, sich auf die gemeinsamen Ziele zu konzentrieren und persönliche Eitelkeiten beiseitezulegen. Kurz gesagt, gutes Teamwork bedeutet, als Einheit zu agieren, auch wenn die individuellen Beiträge vielfältig sind. In einer zunehmend digitalisierten Welt hat sich die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, zweifellos verändert. Virtuelle Teams, die über verschiedene Zeitzonen und Kontinente hinweg arbeiten, sind heute schon fast normal.

Die Nutzung von Tools und Plattformen zur Zusammenarbeit in Echtzeit hat uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet, effizienter und effektiver zu arbeiten. Wir können jetzt viel einfacher und schneller zusammenarbeiten, auch wenn wir uns nicht am gleichen Ort befinden. Dennoch bleibt die Essenz von Teamwork unverändert. Die Herausforderung besteht darin, die menschlichen Elemente auch in einer digitalen Welt aufrechtzuerhalten.

Ein gutes Team besteht aber nicht nur aus Arbeitskolleg*innen. Ein Team braucht es auch
“etagenübergreifend”, zwischen Chef*innen und Mitarbeitenden, im privaten zwischen
Familienmitgliedern oder innerhalb von Sportgruppen und auch zwischen Gläubigen. Wie bereits oben erwähnt, erfordert Teamwork Engagement, Kompromissbereitschaft und Empathie. Drei Dinge, die auch im Glauben unerlässlich sind. In der christlichen Gemeinschaft spielt Teamwork eine entscheidende Rolle, sei es zwischen Kirchenmitgliedern, innerhalb von Gemeinden oder sogar zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen.

Wie in jedem guten Team ist auch hier Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen unerlässlich. Die Bibel lehrt uns, dass wir als Gläubige dazu berufen sind, einander zu unterstützen und zu ermutigen. Der Alltag allerdings zeigt uns, dass diese Aufgabe nicht leicht ist und das Ausleben des Glaubens häufig eher zu Abschottung voneinander führt, als zur Zusammenarbeit.

Ich wünsche mir, dass gläubige Menschen die Werte ihrer Religionen zugunsten anderer Menschen auslegen und nicht gegen sie. Im Endeffekt sind wir alle Teil eines größeren Teams, das den Auftrag hat, Gottes Liebe und Barmherzigkeit in die Welt zu tragen. Indem wir zusammenarbeiten, können wir viel mehr erreichen, als wenn wir allein handeln würden.

Denn am Ende des Tages gilt auch im Glauben: Teamwork makes the dream work.

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