Kann ich mein Glück selber steuern?

Wie Neurotransmitter und Hormone unsere Stimmung beeinflussen.

Es gibt manchmal Tage, an denen wir uns einfach nicht gut fühlen. Sei es Müdigkeit, generell fehlende Motivation oder einfach “schlechte Laune”. An diesen Tagen fällt es uns schwer, uns aufzuraffen und es gibt gefühlt nichts, was uns dabei helfen kann. Ein interessanter Aspekt daran ist der körperliche. Denn tatsächlich gibt es bestimmte Stoffe in unserem Körper, die unsere Stimmung maßgeblich beeinflussen. Und das Beste daran ist, dass wir sie selbst steuern können, zumindest teilweise. So gibt es kleine Tricks, mit denen wir uns selbst glücklicher schummeln können.

Endorphine: Endorphine sind körpereigene Substanzen, die von der Hirnanhangdrüse im Gehirn ausgeschüttet werden. Sie werden freigesetzt, wenn man aktiv ist. Also zum Beispiel durch Sport, aber auch alles andere, was uns auf Trapp hält: einen Horrorfilm schauen oder scharfes Essen zu uns nehmen. Die Bezeichnung Endorphine setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: endo, griech. = innen, innerhalb und morphin = eine aus Opium gewonnene Droge. Dieser Name rührt daher, dass körpereigene Endorphine im Nervensystem dieselben Rezeptoren besetzen wie von
außen zugeführte Opiate. Wie genau Endorphine wirken, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden.

Dopamin: Dopamin ist einer der bedeutendsten neuronalen Botenstoffe (Neurotransmitter) im zentralen Nervensystem und eine der treibenden Kräfte im Organismus für Bewegungen, Koordination, Konzentration, Motivation und geistige Leistungsfähigkeit. Dopamin wird freigesetzt, wenn wir Ziele erreichen. Egal, wie klein diese Ziele wirken – Je mehr wir in unserem Kopf abhaken können, desto glücklicher werden wir. Ein Mangel an Dopamin hat starke Konsequenzen für den Organismus. Deshalb hat die Steuerung von Bildung und Abbau des Dopamins eine große Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden.

Oxytocin: Oxytocin wird auch als “Kuschelhormon” bezeichnet. Es ist ein körpereigener Botenstoff, bestehend aus neun Aminosäuren und wird im Gehirn freigesetzt. Als Neurotransmitter wirkt Oxytocin direkt im Gehirn, als Hormon gelangt es über die Blutbahnen in den Körper. Oxytocin spielt eine zentrale Rolle bei der Ausbildung zwischenmenschlicher Beziehungen. Nicht ohne Grund wird es auch als Bindungshormon bezeichnet. Als solches stärkt es zwischenmenschliche Beziehungen. Oxytocin wird freigesetzt, wenn man körperliche Zuneigung erfährt. Umarmungen, Händchen halten, Kuscheln, sogar Tiere streicheln hilft.

Serotonin: Serotonin ist sowohl ein Hormon als auch ein Neurotransmitter, der zahlreiche Körpervorgänge reguliert. Serotonin wird auch als “Wohlfühlhormon” bezeichnet. Wohl am bekanntesten ist die Wirkung von Serotonin im Gehirn. In deiner Schaltzentrale wirkt Serotonin als Neurotransmitter und ist somit ein Botenstoff zur Erregung der Nervenzellen. Ist das Hormon in zu geringer Dosis vorhanden, können diese Abläufe aus dem Gleichgewicht geraten, was sich potenziell auf deinen Körper und deine Stimmung auswirkt. Die Serotonin-Synthese findet zu einem großen Teil in der Dünndarmschleimhaut statt. Wir können unseren Serotoninspiegel mit Hilfe der Ernährung beeinflussen. Wichtig ist hierbei die Aminosäure Tryptophan, die besonders häufig in Fisch und Nüssen vorkommt. Aber auch Vitamin D ist für die Bildung von Serotonin entscheidend. Also hilft auch Licht, genauer gesagt Sonnenlicht bei der Serotoninbildung.

Fazit – Wenn es mal wieder einen Tag gibt, an dem wir uns scheinbar grundlos schlecht fühlen, könnten wir es einmal mit einem der folgenden Dinge probieren:

• Bewegung
• Etwas scharfes essen
• Eine To-Do-Liste abarbeiten
• Jemanden Umarmen
• Ein Sonnenbad nehmen
• Nüsse essen

Rein wissenschaftlich betrachtet müsste sich dann an unserer Stimmung einiges ändern. Aber vielleicht sollte noch etwas erwähnt werden: Es ist auch okay, einfach mal einen schlechten Tag zu haben.

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