Warum wir eine „Pocketlist“ für den Klimaschutz brauchen

Selbst wenn du dich zu den Menschen zählst, die aktiv etwas gegen den Klimawandel tun wollen, du dich regelmäßig informierst und auf deinen ökologischen Fußabdruck achtest – du hast immer noch das Gefühl, dass der Klimawandel und seine Bedrohung dich überfordern und dich hilflos machen? Vielleicht würde es dir helfen, eine “Pocketlist” für den Klimaschutz zu erstellen. Wenn du dich jetzt fragst, was genau das sein soll, bist du hier genau richtig!

Vermutlich kennst du schon den verwandten Begriff “Bucketlist”. Die Bucketlist, ein Begriff, der aus dem Englischen kommt und sich auf eine Liste von Dingen bezieht, die man tun möchte, bevor einen das Zeitliche segnet, ist vielen von uns bekannt. Das deutsche Sprichwort “Den Löffel abgeben” wird im Englischen mit “Kick the Bucket” (den Eimer umwerfen) übersetzt.

Die Bucketlist enthält oft große, lebensverändernde Ziele wie das Besteigen des Mount Everest oder das Tauchen im Great Barrier Reef. Diese Liste kann inspirierend sein, aber sie kann auch einschüchternd wirken, da die enormen Anforderungen und Ressourcen, die für die Verwirklichung dieser Ziele benötigt werden, oft überwältigend erscheinen. Schließlich sind es ja nicht umsonst “Lebensziele”.

In diesem Kontext entstand die sogenannte Pocketlist. Inspiriert von der Idee, kleinere, realistische Ziele zu setzen, die sogar in die Hosentasche (engl. Pocket) passen. Der Begriff wurde von „Glamour UK“ geprägt, und er bezieht sich auf eine Liste von erreichbaren Zielen, die nicht nur machbar sind, sondern auch motivierend wirken. Eine Bucketlist to go, quasi.

Und wieso brauchen wir jetzt eine Pocketlist für den Klimaschutz? Der Klimawandel ist zweifellos eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Doch die enormen Dimensionen dieser globalen Bedrohung können uns dazu verleiten, in eine Art Ohnmacht zu verfallen. Die Pocketlist für den Klimaschutz bietet einen Ansatz, um diesem Gefühl der Hilflosigkeit entgegenzuwirken. Anstatt uns auf utopische Ziele zu konzentrieren, sollten wir kleine Schritte in Betracht ziehen, die jede/r Einzelne unternehmen kann.

Zum Schluss gebe ich dir ein paar Beispiele, wie diese Pocketlist aussehen kann. Von dieser kannst du zum Beispiel jeden Tag in der Woche einen Punkt in Angriff nehmen. Oder die Punkte nacheinander in dein Leben integrieren. Eben so, wie es am besten für dich passt. Wichtig ist nur, dass viele Menschen sich an den kleinen Dingen beteiligen.

Plastikverzicht im Alltag: Verpflichte dich dazu, Einwegplastik zu reduzieren. Tausche Plastikflaschen gegen wiederverwendbare Behälter aus und bevorzuge nachhaltige Verpackungen.

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Reduziere deinen CO2-Fußabdruck, indem du öffentliche Verkehrsmittel bevorzugst oder auf umweltfreundliche Fortbewegungsmittel wie Fahrräder umsteigst.

Energie sparen: Installiere energieeffiziente Geräte, schalte elektronische Geräte aus, wenn sie nicht in Gebrauch sind, und nutze erneuerbare Energiequellen, wenn möglich.

Nachhaltige Ernährung: Reduziere den Fleischkonsum, unterstütze lokale Bauernmärkte und wähle Produkte mit geringem ökologischem Fußabdruck.

Umweltaktivismus: Engagiere dich in lokalen Umweltinitiativen, sei es durch Müllsammelaktionen, Baumpflanzungen oder Aufklärungskampagnen. Besuche Demonstrationen, sei laut im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Pocketlist für den Klimaschutz ermöglicht es uns, konkrete, erreichbare Schritte zu setzen, die nicht nur gut für die Umwelt sind, sondern auch unser persönliches Engagement stärken. Indem wir uns auf kleine Veränderungen fokussieren, können wir gemeinsam einen großen Unterschied machen. Denn du kannst die Welt nicht an einem Tag retten, aber du kannst heute damit anfangen, sie zu schützen

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